20. November 2025

10 Mythen rund um die Zähne

10 Mythen rund um die Zähne

Rund um die Zahnpflege kursieren viele hartnäckige Mythen. Wir nehmen die gängigsten Aussagen unter die Lupe und zeigen Ihnen, was wirklich hinter den vermeintlichen Weisheiten steckt.

(Text: Dr. Ruth K. Schilling, Dipl. Zahnärztin, Zentrumsleiterin zahnarztzentrum.ch Zürich Stadelhofen)

#1 Zähneputzen nach dem Essen schützt vor Karies.

Jein. Grundsätzlich ist Zähneputzen wichtig, aber nach säurehaltigen oder süssen Speisen sollte man rund 30 Minuten warten. In der Regel genügt es, zweimal täglich – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen – die Zähne zu putzen.

#2 Eine abgenutzte Zahnbürste ist unhygienisch

Ja, in abgenutzten und feuchten Zahnbürsten können sich Bakterien, Pilze und Keime leichter ansiedeln. Alte Zahnbürstenköpfe reinigen aber auch weniger gut. Die Borsten verlieren ihre Spannkraft und erreichen schwer zugängliche Stellen nicht mehr zuverlässig.

#3 Zahnseide ist überflüssig, wenn man gründlich putzt.

Nein. Die Zahnbürste erreicht nicht alle Bereiche, insbesondere nicht die Zahnzwischenräume. Zahnseide oder Interdentalbürsten sind wichtig, um Plaque und Speisereste zu entfernen.

#4 Elektrische Zahnbürsten reinigen besser.

Genau. Sie erleichtern die richtige Putztechnik, was meist eine bessere Reinigungsleistung bedeutet. Wichtig: Auch mit der elektrischen Zahnbürste sanft putzen.

#5 Zucker ist die Hauptursache für Karies.

Teilweise. Nicht der Zucker allein ist schuld, sondern wie oft er konsumiert wird. Häufige kleine Snacks fördern die Kariesbildung deutlich stärker als ein gelegentliches Dessert.

zahnarztzentrum.ch

Mehr Infos rund um Ihre Mundgesundheit unter zahnarztzentrum.ch

#6 Zahnaufhellung schadet dem Zahnschmelz.

Nein. Professionelle Bleaching-Verfahren sind sicher, wenn sie korrekt durchgeführt werden. Allerdings kann es immer zu temporären (Kälte‑)Empfindlichkeiten kommen. Eine übermässige oder unsachgemässe Anwendung kann das Zahnfleisch reizen.

#7 Mundpiercings können den Zähnen schaden.

Ja. Piercings in der Zunge oder am Lippenbändchen können zu Zahnschäden und Zahnfleischrückgang führen. Vor dem Stechen sollte man sich gut informieren und die Risiken abwägen.

#8 Zähneknirschen ist harmlos.

Falsch. Chronisches Zähneknirschen (Bruxismus) kann zu Zahnschäden, Kieferproblemen und Muskelverspannungen führen. Eine Aufbissschiene schützt die Zähne und kann helfen, die Kau- und Nackenmuskulatur zu entspannen.

#9 Milchzähne müssen nicht so sorgfältig gepflegt werden, weil sie nur temporär sind.

Falsch. Auch Milchzähne benötigen eine gewissenhafte und gründliche Pflege. Karies an Milchzähnen kann Schmerzen verursachen und die Entwicklung der bleibenden Zähne beeinträchtigen.

#10 Schlechte Zähne sind vererbt

Teilweise richtig. Form, Stellung und Farbe der Zähne können genetisch bedingt sein. Jedoch sind Karies und Zahnfleischerkrankungen meist auf eine unzureichende Mundhygiene und die Ernährung zurückzuführen.

Tipps

  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal am Tag für mindestens 2 Minuten.
  • Wechseln Sie Ihre Zahnbürste alle 6 bis 8 Wochen oder früher, wenn die Borsten sichtbar abgenutzt sind.
  • Reinigen Sie Ihre Zahnzwischenräume täglich, denn dort bildet sich besonders leicht Karies. Zahnseide oder Interdentalbürsten helfen effektiv.
Medbase on Facebook
nach oben

Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, unseren Datenverkehr zu analysieren, Inhalte und Werbung zu personalisieren und Social Media-Funktionen bereitzustellen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.