Wissenswertes über Löwenzahn
- Löwenzahn tritt in grosser Vielfalt auf und erreicht je nach Standort eine Höhe von 5 bis 50 cm. Er ist häufig auf Fettwiesen und an Wegrändern anzutreffen.
- Zu den typischen Inhaltsstoffen gehören Flavonoide und bitter schmeckende Sesquiter-penlactone. Diese Stoffe wirken unter anderem entzündungshemmend, verdauungsfördernd und stoffwechselanregend. Die Wurzeln liefern zudem das Präbiotikum Inulin sowie Mineralstoffe, darunter relativ viel Kalium.
- Löwenzahn ist in der Volksheilkunde als Blutreinigungsmittel und Bestandteil von Frühjahrs-kuren bekannt. Traditionell wird er bei Appetitverlust und leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen empfohlen. Aufgrund seiner harntreibenden Wirkung kommt er zudem unterstützend bei der Behandlung leichter Harnwegsbeschwerden zum Einsatz.
- Für ein Dekokt (Absud) 1 Teelöffel getrocknete Wurzel mit 150 ml Wasser kurz aufkochen, etwa 15 Minuten ziehen lassen, dann absieben. Für einen Aufguss werden die Blätter mit heissem Wasser überbrüht. 10 Minuten ziehen lassen. Falls nicht anders verordnet, bis zu dreimal täglich eine frisch zubereitete Tasse davon trinken. Beliebt sind auch Frischpflanzen-präparate wie Urtinkturen oder Presssäfte.
- Löwenzahn sollte bei Gallensteinen, verschlossenen Gallenwegen oder anderen Erkrank-ungen der Leber und der Galle nicht verwendet werden. Wie alle Bittermittel kann er den Magen übersäuern. Bei einer Allergie gegen Löwenzahn oder andere Korbblütler wird von der Anwendung abgeraten.

Illustration: Gabi Kopp
Ein Beitrag der Berg-Apotheke by Medbase in Zürich.
(Experte: Samuel Hasler, Eidg. dipl. Apotheker in der Berg-Apotheke by Medbase, Zürich, mit über 2000 Heilkräutern und Tinkturen)